Beethoven2020 Alle 9 Sinfonien

Veranstaltungen


Sonntag, 29. März 2020, 11.00 Uhr - abgesagt!

KLASSIK FÜR ALLE - ABGESAGT!

BEETHOVEN+Honegger

Brunnentheater Bad Helmstedt

 

Staatsorchester Braunschweig

Christopher Lichtenstein, Leitung

 

Ludwig von Beethoven (1770-1827) Sinfonie Nr. 6 F-Dur Op. 68 "Pastorale" 

Artur Honegger (1892-1955) "Pacific 231"

 

Zeitgleich zur 5. Sinfonie mit ihrem überaus heroischen Tonfall brachte Ludwig van Beethoven eine Sinfonie ganz anderen Zuschnitts zu Papier: Seine 6. Sinfonie, die »Pastorale«, überzeugt mit einer musikalischen Empfindsamkeit, die die Naturverbundenheit des Komponisten zum Ausdruck bringt, der bei einer Sommerfrische selbst die Worte fand: »Ist es doch, als ob jeder Baum zu mir spräche auf dem Lande: heilig, heilig! Im Walde entzücken! Wer kann alles ausdrücken?« Eine andere Liebe vertonte mehr als einhundert Jahre später Arthur Honegger. Seine Tondichtung
»Pacific 231« hat jene dampfenden Stahlrösser zum Thema, die zu Beginn der 1920er Jahre so berühmte Züge wie den Orient-Express durch Europa zogen. In fünf kurzen Sequenzen setzt Honegger die verschiedenen Bewegungsabläufe jener Lok mit der Bezeichnung Pacific 231 äußerst wirkungsvoll in Musik: vom Stillstand bis zur Höchstgeschwindigkeit und wieder zurück.

Sonntag, 19. April 2020, 11.00 Uhr - abgesagt!

KLASSIK FÜR ALLE - ABGESAGT!

BEETHOVEN+Haydn

Brunnentheater Bad Helmstedt

 

Anne Heinemann, Trompete

Philharmonisches Kammerorchester Wernigerode

Christian Pfitzner, Leitung

 

Joseph Haydn (1732-1809) Trompetenkonzert Es-Dur HOB.VIIe:1

Ludwig von Beethoven (1770-1827) Sinfonie Nr. 3 Es-Dur "Eroica"

 

Zwei bedeutende Werke aus der Schatztruhe der Wiener Klassik stehen auf dem Programm: Mit seinem Trompetenkonzert Es-Dur schuf Joseph Haydn den Prototyp des Solokonzerts für die damals gerade erst erfundene Klappentrompete. Im Jahre 1800 uraufgeführt, wurde das Werk sogleich ein Renner: »Wäre es nicht vollendete Musik, es würde die allerbeste Studie für eine neue Erfindung sein, was sich hinter dem Meisterwerk verbirgt«, schrieb Anton Weidinger, Solist und Erfinder dieses Instruments. Auch mit seiner 3. Sinfonie schuf Ludwig van Beethoven nur zwei Jahre später sozusagen einen Prototyp: den der heroisch-romantischen Sinfonie. Erste Anregungen dürfte Beethoven bereits um 1798 erhalten haben: Napoleon Bonapartes Siege in dieser Zeit hatten ihn zu dieser Komposition inspiriert. Doch schon wenig später fühlte sich Beethoven abgestoßen von seinem Idol und dessen Kriegslust und so zeigt sich die Sinfonie von zwei entgegengesetzten Seiten: Patriotismus, Pathos und Feierlichkeit auf der einen, Spielfreude, Tanz und Humor dagegen auf der anderen.

Montag, 20. April 2020, 19.30 Uhr

KUNSTPAUse

Treffpunkt Krematorium

ARCHITEKTUR FÜR DIE NEUE HAUPTSTADT

Campus Office am Markt, Helmstedt

 

In Berlin, der alten und neuen Hauptstadt unseres seit 30 Jahren vereinigten Landes, setzte in den 90er Jahren eine rege Bautätigkeit und eine rasante Entwicklung der Stadt ein. Für ein Jahrzehnt war die »neue« Hauptstadt eine Metropole des aktuellen Bauens von internationalem Rang. Der Vortrag befasst sich mit den Bauten, die im letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts entstanden sind. Neben dem Kernstück der Hauptstadtarchitektur, dem sogenannten »Band des Bundes«, mit dem Bundeskanzleramt von Axel Schultes und dem Paul-Löbe-Haus von Stefan Braunfels, werden die Neubauten der Botschaften und Landesvertretungen betrachtet und hinsichtlich ihrer Bedeutung als Baukunstwerke eingeordnet. Ebenso werden bedeutende architektonische Solitäre wie das »Jüdische Museum« von Daniel Libeskind, das Photonik-Zentrum und das GSW-Hochhaus von Matthias Sauerbruch und Louisa Hutton sowie das architektonisch herausragende Krematorium von Axel Schultes und Charlotte Frank erläutert und eingeordnet.

Donnerstag, 28. Mai 2020, 20.00 Uhr

Pfingstkonzert

BEETHOVEN+Poulenc+haydn

Kirche St. Marienberg, Helmstedt

 

Martin Hofmann, Orgel

Staatsorchester Braunschweig

Gerd Schaller, Leitung

 

Joseph Haydn (1732-1809) Sinfonie Nr. 103 Es-Dur "MIT DEM PAUKENWIRBEL"
Francis Poulenc (1899-1963) Konzert für Orgel, Pauken und Streicher

Ludwig von Beethoven (1770-1827) Sinfonie Nr. 8 F-Dur Op. 93

 

Der dramatische Paukenwirbel, mit der die Sinfonie Nr.103 von Joseph Haydn beginnt und der ihr den Namen gab, kündigt es bereits an: Im Pfingstkonzert werden festliche und religiöse Klänge angestimmt. Dass Haydn, der dieses Werk 1795 für die Konzertsaison in London komponierte, darin das »Dies Irae« aus der Totenmesse erklingen lässt, mag kein Zufall gewesen sein. Passend zum feierlichen Charakter dieser Komposition fügt sich Francis Poulencs Konzert für Orgel, Pauken und Streicher von 1938 – eine Hommage an Johann Sebastian Bach – nahtlos an. Den Kontrapunkt setzt Beethovens 8. Sinfonie: Sie trumpft mit sprühender Lebensfreude auf, verzichtet sogar auf den formal typischen langsamen Satz und setzt an zweite und dritte Stelle stattdessen ein Allegretto scherzando und ein gemütliches Menuett. Vielleicht war diese durchgehende und für den Komponisten eher untypische lebensbejahende Heiterkeit der Grund dafür, dass das Werk bei der Uraufführung im Februar 1814 in Wien beim Publikum durchfiel.

Sonntag, 28. Juni 2020, 11.00 Uhr

KLASSIK FÜR ALLE

BEETHOVEN+VAUGHAN WILLIAMS

Brunnentheater Bad Helmstedt

 

Frederik Bauersfeld, Tuba

Staatsorchester Braunschweig

Srba Dinić, Leitung

 

Ralph Vaughan Williams (1872-1958) Konzert für Tuba f-moll

Ludwig von Beethoven (1770-1827) Sinfonie Nr. 7 A-Dur O. 92

 

Das Repertoire für die Tuba als Soloinstrument ist relativ überschaubar. Umso beglückender ist es, wenn eine derartige Komposition zu einem der zentralen Werke im Schaffen eines Komponisten avanciert. Im Falle des von Ralph Vaughan Williams 1954 für Philip Catelinet – dem damals ersten Tubisten im London Symphony Orchestra – zu Papier gebrachten Konzerts trifft dies zu. Da es das erste für Solo-Tuba überhaupt war, inspirierte es spätere Komponisten, weitere Werke für dieses Instrument vorzulegen. Zudem transportiert es genau den Tonfall, für den Vaughan Williams berühmt wurde: Spätromantik trifft auf Impressionismus und Neoklassizismus. Im Anschluss erklingt die 7. Sinfonie Ludwig van Beethovens, die ein positiv strahlender Nimbus einhüllt: Von heroischem Impetus ist nicht mehr viel zu hören, stattdessen kommt die Musik in allen vier Sätzen eher unbeschwert daher. Dass dennoch viele Auguren glaubten, die Sinfonie deuten zu müssen – etwa als antikes Rebenfest, als maurisch-spanische Hochzeit oder als Marsch gegen Frankreich – sollte nicht Beethovens Problem sei. Er hat diese »Deuter« wohl alle an der Nase herumgeführt.

Sonntag, 12. Juli 2020, 16.00 Uhr

Kultour

EIN schelmenstreich

Kloster Mariental

 

Kammerensemble des Staatsorchester Braunschweig

Martin Weller, Moderation

 

William Brade (1560-1630) Renaissance-Tänze

Richard Strauss (1864-1949)/Franz Hasenöhrl (1885-1970) "Till Eulenspiegel einmal anders"

 

Das erste KULTOUR-KONZERT schlägt einen musikhistorischen Bogen, wie er größer kaum sein könnte: Von verschiedenen Tänzen des englischen und vor allem in Norddeutschland beliebten und bekannten Renaissance-Komponisten William Brade – geboren 1560 in London und gestorben 1630 in Hamburg – geht es direkt zu Richard Strauss und seinem »Till Eulenspiegel«. Diese 1895 in Köln uraufgeführte Sinfonische Dichtung zählt zu den beliebtesten Werken des Komponisten. Mittels einer raschen und überaus virtuosen Bilderfolge erzählt Strauss Episoden aus dem Leben des berühmtberüchtigten Schelmen, so auch sein Auftreten als Wanderprediger oder sein Treiben unter keifenden Marktfrauen. 1954 hat sich der Wiener Komponist Franz Hasenöhrl dieser »alter Schelmenweise in Rondeauform« – so der offizielle Untertitel – angenommen und es zu einem »Scherz für fünf Instrumente« verdichtet. Herausgekommen ist ein gelungener Schelmenstreich,
wie ihn sich Till Eulenspiegel nicht besser hätte ausdenken können.

Sonntag, 30. August 2020, 16.00 Uhr

Kultour

Inside - Outside

Orangerie Harbke

 

Rossini-Quartett, Magdeburg

Martin Weller, Moderation

 

Werke von Georg Philipp Telemann und Wolfgang Amadeus Mozert

 

Georg Philipp Telemann hat seine Kindheit in Magdeburg und prägende Jugendjahre in Zellerfeld und Hildesheim verbracht. Sein Vater war Student in Helmstedt. Das sind beste Gründe, seine Musik in unserer Region immer wieder erklingen zu lassen, zumal sich im benachbarten Magdeburg die Telemann-Pflege mit Festtagen und Wettbewerb, Edition und Internationaler Gesellschaft auf hohem Niveau etabliert hat. Neben verschiedenen Passionen, Motetten und Psalmen hat Telemann zahlreiche kammermusikalisch besetzte Orchestersuiten komponiert, die an Virtuosität und Einfallsreichtum ihresgleichen suchen. Hatte sich Telemann dabei an der französischen Instrumentalmusik orientiert, so war es knapp zwei Generationen später bei Wolfgang Amadeus Mozart die italienische, die als Inspirationsquelle diente, eigene und nicht minder virtuose Werke vorzulegen. Telemann und Mozart: In diesem Konzert treffen die Gegensätze aufeinander und ergänzen sich auf wunderbare Art und Weise.

Ausblick 2020/2021


Sonntag, 4. Oktober 2020, 11.00 Uhr

KLASSIK FÜR ALLE

BEETHOVEN

Brunnentheater Bad Helmstedt

 

u.a.

Ludwig von Beethoven (1770-1827) Sinfonie Nr. 2 D-Dur Op. 36

Sonntag, 6. Dezember 2020, 11.00 Uhr

KLASSIK FÜR ALLE

BEETHOVEN

Brunnentheater Bad Helmstedt

 

Ludwig von Beethoven (1770-1827) Sinfonie Nr. 9 d-moll Op. 125

Samstag/Sonntag, 16./17. Januar 2021, 17.00 Uhr

NEujahrskonzerte

Brunnentheater Bad Helmstedt